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A Cool Breeze
Sammy Nestico
1 CD | 65min | Nr. SWR19039CD
CD 1: » Trad.: Cell Talk
» Trad.: Along Came Betty
» Trad.: A Cool Breeze
» Trad.: I'll Follow My Secret Heart
» Trad.: Shirley
» Trad.: Close Enough For Love
» Trad.: Moonlight on the Ganges
» Trad.: Frankie & Johnny
» Trad.: Poor Butterfly
» Trad.: 'Round Midnight
» Trad.: Tippin' in
» Trad.: Toni
» Trad.: Softly from my Window
» Trad.: The Jazz Music Box

Eine neue CD von Sammy Nestico – lang erwartet, endlich da! Neue kompositorische Meisterstücke von Sammy Nestico. Neue Glanztaten der SWR Big Band-Musiker.

Die SWR Big Band kann experimentieren, kann Leute einladen und Schwerpunkte setzen, die auf den ersten Blick überraschen. Tatsächlich ist es dem Ensemble und seinen kreativen Köpfen gelungen, während der vergangenen Jahre immerhin viermal für den Grammy nominiert zu werden und sich ein Profil zu erarbeiten, dass für die Verankerung in der swingboppenden Tradition ebenso wie für die Offenheit gegenüber Soundideen der Gegenwart und eine mitreißende Portion Spielspaß steht. An dieser Mixtur konnten in letzter Zeit Gäste wie etwa der Gitarrist Larry Carlton und der Komponist und Sänger Ivan Lins teilhaben, ebenso wie der Entertainer Curtis Stigers oder der Gitarrenmeister Pat Metheny. Und auch der Komponist und Arrangeur Sammy Nestico. In lockerer Regelmäßigkeit kreuzten sich die Wege des freundlichen, weißhaarigen Herren aus Pittsburgh, der seit den 1950er Jahren zu den Konstanten der amerikanischen Musikwelt gehört, und der SWR Big Band, die mit Aufnahmen wie „No Time Like The Present“ (2004), „Basie-Cally Sammy“ (2005), „Fun Time“ (2009) und „Fun Time And More – Live“ (2011) wesentlich dazu beitrug, die internationale Wahrnehmung der späten kreativen Phasen Nesticos zu schärfen.

Schöne Sachen stören nie, heißt ein Motto, das Nestico schon bei seiner Arbeit mit Count Basie verinnerlicht hatte. Es ermöglicht ihm auch, Zeitgeschmäcker hinter sich zu lassen. Die Musik, die er für die SWR Big Band schreibt, klingt funky, hat Fusion-Elemente als Ingredienzien, aber ebenso Swing, eine Prise Soul und das Pathos des orchestralen Ausdrucks. Sie kann sich zurücknehmen, bis hin zu reduzierten Combo-Momenten, um nur wenig später in sich logisch in das andere Extrem der Soundopulenz münden. Sie ist eine Zuspitzung des kompositorischen Handwerks, die über das unmittelbar via Partitur Fassbare hinaus geht, eine gestalterische Meisterschaft, die der Baritonsaxofonist Pierre Paquette mit einem Satz auf den Punkt bring: „Sammy ist der Chef!“. Sie ist aber nur möglich, weil im Laufe von mehr als einem Jahrzehnt Zusammenarbeit zwischen Komponist und SWR Big Band eine Basis des gegenseitigen Verständnisses geschaffen wurde, die neben den Noten auf Intuition baut.

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