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Antonín Dvořák
Complete Symphonies Vol. 3
1 CD | 74min | Nr. SWR19009CD
CD 1: » Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 10
» Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 13

Dritte Folge einer Gesamtaufnahme der Sinfonien Dvořáks. Leidenschaftliche, orchestral farbige und detailgenaue Interpretationen. Dvořáks Musik – als neue Musik der damaligen Zeit – wird durch die Frische der Aneignung hier für den Hörer auch als neu und aufregend erfahrbar.

Der Schritt aus der Anonymität der Prager Musikszene gelang Antonín Dvořák 1873 mit der 3. Sinfonie. Hatte er zuvor als Orchester-Bratscher unter der Leitung des Komponisten Bedřich Smetanas dessen Ruhm als tschechischer Opernkomponist miterlebt, so erhielt er mit Anfang 30 nun selbst den Nimbus eines Nationalkomponisten. Neben dem patriotischen Hymnus Dědicové Bílè hory („Die Erben des Weißen Berges“), uraufgeführt im März 1873 durch den 300 Stimmen starken Hlahol-Chor, brachte die im folgenden Jahr von Smetana uraufgeführte dritte Sinfonie seinen Namen in alle Munde. Was für ein begnadeter Melodiker bereits der jüngere Dvořák war, beweist schon das einleitende Thema des Kopfsatzes.

Die Nähe von Dvořáks dritter zur vierten Sinfonie d-Moll unterstützt die Tatsache, dass beide Werke 1911 beim Verlagshaus Simrock (Berlin und Leipzig) in einer gemeinsamen Erstausgabe „aus dem Nachlass“ des Komponisten erschienen. Nach der 1. Sinfonie ist diese Vierte Dvořáks zweite Moll-Sinfonie. Im Vergleich zur Dritten wird die Besetzung etwas verschoben: Statt Englischhorn und Tuba ist in das romantische Orchester nun neben Harfe und Triangel erweitertes Schlagwerk eingebunden. Auch hier gelang Dvořáks der Prototyp einer Nationalsinfonie, denn der Weg aus der leidenschaftlichen Unruhe des Beginns zur glanzvollen Zukunft des tschechischen Volkes im Finale lässt sich dem Werk leicht als Programm unterlegen.

Wie schon in den vorangegangenen Aufnahmen der Deutschen Radio Philharmonie unter Karel Mark Chichon kann man sich auf leidenschaftliche und detailgenaue Darstellungen der beiden Sinfonien freuen.

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