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Leopold Stokowski dirigiert
2 CD | | Nr. 94.204
CD 1: » Darius Milhaud: Konzert für Schlagzeug und kleines Orchester
» Boris Blacher: Variationen über ein Thema von N. Paganini op. 26 für Orchester (1947)
» Sergej Prokofjew: Romeo und Julia Suite aus dem gleichnamigen Ballett op. 64
» Werner Egk: Französische Suite nach Rameau
» Richard Wagner: Tristan und Isolde WWV 90 (Vorspiel und Liebestod)
» Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64
» Modest Mussorgsky: Intermezzo (aus: Chowanschtschina)

Als der zweiundsiebzigjährige Leopold Stokowski 1954 zum Südwestfunk nach Baden-Baden kam, war er bereits eine lebende Legende. Zusammen mit Toscanini und Koussevitzky hatte er das amerikanische Musikleben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt. Nach Baden-Baden kam Stokowski gern, da man dort bezüglich der Programmgestaltung experimentierfreudiger war als anderswo. Bei seinem ersten Besuch 1954 dirigierte er ausschließlich Musik des 20. Jahrhunderts. Er erkannte sofort die Qualitäten des von Hans Rosbaud trainierten Orchesters und die Musiker rühmten die Intensität und Effektivität seiner in fließendem Deutsch gehaltenen Proben. Das ausgezeichnete Orchester des Südwestfunks, sonst vornehmlich auf Klarheit, Werktreue und Präzision abgestimmt, wandelte sich unter seinen Händen. Der Klang blühte auf, gewann Fülle und Wärme. Von Baden-Baden fuhr Stokowski direkt nach Stuttgart, wo am 20. Mai 1955 drei der berühmtesten „Schlachtrösser“ seines Repertoires auf dem Programm standen. Dort bot er eine ekstatische Aufführung von Vorspiel und Liebestod aus Tristan und Isolde in der auf Wagner zurückgehenden Konzertfassung mit kleinen instrumentalen Retuschen.

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