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Friedrich Gulda »Klavierabend 1959«
1 CD | 75min | Nr. 93.704
CD 1: » Johann Sebastian Bach: Capriccio über die Abreise des geliebten Bruders B-Dur BWV 992
» Joseph Haydn: Andante con variazioni f-Moll Hob. XVII:6
» Joseph Haydn: Klaviersonate Nr. 52 Es-Dur Hob. XVI:52
» Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 10 G-Dur op. 14 Nr. 2
» Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110

Schon der junge Friedrich Gulda hatte sich als Beethoven-Spieler vom Jazz betroffen gefühlt und wandelte später zwischen den Welten – was ihn immer wieder zur Zielscheibe der Kritik machte. In die Zeit seiner musikantischen Grenzerkundungen fällt der hier auf CD vorliegende Klavierabend Friedrich Guldas von den Schwetzinger Festspielen 1959. Gulda galt in den 50er Jahren als Beethoven-Gestalter höchsten Grades. Gesamtaufnahmen für eine Schallplattenfirma und den österreichischen Rundfunk lagen bereits vor und ein reichhaltiges Tourneeprogramm machte Gulda bis 1959 weit über die kontinentalen Grenzen hinaus als modernen, provokanten, technisch unfehlbaren Beethoven-Spieler bekannt.

In Schwetzingen kombinierte er zwei Beethoven-Sonaten mit J. S. Bach und Joseph Haydn. Das Capriccio „Über die Abreise seines innig geliebten Bruders“ ist eine Rarität in Guldas Bach-Repertoire und bisher nicht auf CD erschienen. Auch was Haydn angeht, hat dieses Schwetzinger Dokument eine wesentliche Bedeutung, denn in der Öffentlichkeit hat Gulda nur selten zum Thema Haydn Stellung genommen und dessen umfangreiches Oeuvre weitgehend ausgeklammert. Bei seinem Schwetzinger Auftritt hat er sich auf zwei der bedeutendsten Klavierwerke Haydns konzentriert.

Eine CD mit einem Konzerterlebnis von so persönlicher Überzeugungkraft, wie man es selten erlebt.

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