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Railroad Rhythms »Im Rhythmus der Eisenbahn«
1 CD | 62min | Nr. 93.187
CD 1: » Hans Christian Lumbye: Kopenhagen Eisenbahn-Dampf Galopp
» Aaron Copland: John Henry (A Railroad Ballad)
» Alois Pachernegg: Unter Dampf! Ein Zug fährt vorüber
» Jacques Ibert: Le Metro (aus: Paris. Suite symphonique)
» Vincent d' Indy: Horizons verts - Falconara (aus: Poème des rivages. Suite symphonique op. 77)
» Eduard Strauß: Bahn frei! op. 45 (Galopp)
» Antonín Dvořák: Humoreske op. 101 Nr. 7
» Heitor Villa-Lobos: O Trenzinho do Caipira (aus: Bachianas Brasileiras Nr. 2)
» Eduard Strauß: Mit Dampf op. 70 (Polka schnell)
» Silvestre Revueltas: Construction of the Railroad (aus: Musica para chalar)
» Hilding Rosenberg: Railway Fugue (aus: Voyage to America)
» Johann Strauß (Sohn): Vergnügungszug op. 281 (Polka schnell)
» Leonard Bernstein: Subway Ride and Imaginary Coney Island (aus: On the Town)
» Arthur Honegger: Pacific 231 (Mouvement symphonique No. 1) – Modéré

In der musikalischen Fachsprache wird das Beschleunigen eines Tempos mit ›accelerando‹ bezeichnet. Wird so eine rhythmisch regelmäßige Beschleunigung neben den eigentlichen Tönen noch mit entsprechenden Geräuschen versehen, entsteht das plastische Bild einer anfahrenden Dampf-Lok oder eines immer schneller werdenden Zuges. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts standen plötzlich alle unter Dampf: Maschinen wie Menschen. Die Arbeit und auch das Vergnügen wurden rasanter. Bekanntlich hat ja die Erfindung der Dampfmaschine das industrielle Zeitalter in Gang gebracht. Im Rückblick fühlen wir Nachgeborenen uns aber weniger von den Dampfmaschinen der Fabriken angezogen als von denen der ratternden Eisenbahnen. So war es offenbar auch bei den Künstlern jener Zeit. Und so thematisieren Hunderte von Kompositionen die Eisenbahn bzw. das Reisen mit der Eisenbahn. Tatsächlich befanden sich die Wiener Straußdynastie, Antonín Dvorák oder auch Arthur Honegger im Eisenbahnfieber. Der Rausch der Geschwindigkeit, das Unerbittliche der Mechanik, die bedrohliche Beschleunigung, das Rattern der Räder, das Pfeifen und Tuten der Ventile, aber auch die Stille nach donnernder Fahrt – das alles findet sich in unterschiedlicher Gewichtung in den hier eingespielten Orchesterwerken.

93.187 Beiheft-Text als pdf (42 KB)

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