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Wolfgang Rihm »Musik für Oboe und Orchester« | Wolfgang Rihm »Styx und Lethe (Musik für Violoncello und Orchester)« u.a.
1 CD | 72min | Nr. 93.185
CD 1: » Wolfgang Rihm: Musik für Oboe und Orchester
» Wolfgang Rihm: Styx und Lethe (Musik für Violoncello und Orchester)
» Wolfgang Rihm: Dritte Musik für Violine und Orchester (Dem Andenken Kurt Kocherscheidts)
» Wolfgang Rihm: Erster Doppelgesang (Musik für Viola, Violoncello und Orchester)
Pressestimmen:
Der Beginn zu einer erfolgreichen Edition ist gelegt...
Klassik.com

Musik für Oboe und Orchester nannte unprätentiös und sachlich Wolfgang Rihm das Oboenkonzert, das er 1993/94 im Auftrag der Stuttgarter Philharmoniker und für seinen Karlsruher Professorenkollegen Thomas Indermühle schrieb. Es ist ein einsätzig-vielteiliges Stück, das dem Solisten ein erweitertes Kammerorchester aus 24 Musikern gegenüberstellt – ein spezielles Ensemble ohne Flöten, Trompeten und Violinen; ein Stück, das sich – immer wieder vom tiefsten Ton der Oboe, dem „kleinen” b ausgehend – in langen Anläufen zu höchster Virtuosität steigert, bei der der Oboist Kopf und Kragen riskieren muss. Das Konzert spielt vieldeutig mit der Gattungstradition, lässt überraschende Erinnerungen an serenadenhafte und pastorale Vergangenheiten durchschimmern und gerät dann in ein destruktives Räderwerk von geradezu szenischer Deutlichkeit: Oboe und Orchester steigern sich aneinander, indem sie aus einem Stadium „ausgelassener”, gelegentlich ins Triviale ausgleitender Fröhlichkeit (samt verstecktem Zitat eines Brahms’chen Ungarischen Tanzes) in einen immer bedrohlicheren Prozess geraten („wie überdreht”, „wild und lustig”, „immer grimmiger”, „gejagt”, „rasend” heißen die Spielvorschriften), der nur mit einem Zusammenbruch enden kann.

93.185 Beiheft-Text als pdf (79 KB)

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