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Leoš Janáček »Klaviersonate 1.X.1905 - Von der Straße es-Moll« | Leoš Janáček »Eine Erinnerung (1928)« u.a.
2 CD | 1h 30min | Nr. 93.181
CD 1: » Leoš Janáček: Klaviersonate 1.X.1905 - Von der Straße es-Moll
» Leoš Janáček: Eine Erinnerung (1928)
» Leoš Janáček: Drei mährische Tänze (1891/1893)
» Leoš Janáček: Tema con variazioni
» Leoš Janáček: Im Nebel (vier Klavierstücke)
CD 2: » Leoš Janáček: Auf verwachsenem Pfade

„Janácek ist durch und durch ein Eigener, der nur mit seinem eigenen Maß gemessen werden will”, schrieb Max Brod, der große jüdische Dichter und Publizist, zu Beginn der zwanziger Jahre über den damals bekanntesten tschechischen Komponisten. „Durch jahrzehntelanges Sich-Versenken in den Schatz der mährischen Volksmelodien hat er das Geheimnis eines neuen, ebenso natürlichen wie hinreißend akzentreichen Ausdrucks gehoben. Seine Rhythmen von verzehrender, oft barbarischer Kraft, seine großen Melodien, seine dunkel gefärbte Harmonik... das sind Neuerungen von prinzipieller Tragweite.” In seiner Autobiografie berichtete Leoš Janácek, dass ihn schon in jungen Jahren groß besetzte Vokal- und Instrumentalwerke mehr beeindruckten als Klavierund Kammermusik, mit der die traditionelle Ausbildung eines Musikers in der Regel beginnt. Weil er eine schöne Sopranstimme hatte, nahm man ihn als Sängerknaben in das Stift des Klosters in Brünn auf. Die Stiftszöglinge bildeten ein aus 70 Schülern bestehendes Orchester und einen großen Chor. Damit konnte man Sinfonien und Messen aufführen. „Welch eine musikalische Bildung setzte dies alles voraus! Tag für Tag wurde das Singen geübt, das Spiel der gewählten Instrumente und des Klaviers. ... Jeden Tag Tafelmusik und jeden Sonntag Instrumentalmusik zu Ehren Gottes.” Das Klavier spielte dabei jedoch eine eher untergeordnete Rolle, dieses Instrument lernte „einer vom anderen”.

93.181 Beiheft-Text als pdf (67 KB)

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