Kontakt | Impressum
Deutsch | Englisch
 
Impressions
1 CD | 64min | Nr. 93.175
CD 1: » Gabriel Fauré: Berceuse op. 16 (Bearb. für Flöte und Harfe)
» Gabriel Fauré: Sicilienne op. 78 (Bearb. für Flöte und Harfe)
» André Jolivet: Pastorales de Noël für Flöte, Violoncello und Harfe (1943)
» Jean Cras: Quintett für Flöte, Violine, Viola, Violoncello und Harfe
» Marcel Tournier: Suite op. 34 für Flöte, Violine, Viola, Violoncello und Harfe
» Guy Ropartz: Prélude, Marine et Chansons für Flöte, Violine, Viola, Violoncello und Harfe

Ein Programm wie dieses kann gar nichts anderes sein als eine Parade purer Poesie. Schon Harfe und Flöte bedeuten ein Defilee duftiger Dichtungen, und die Beigabe eines oder mehrerer Streichinstrumente wird diese besondere Atmosphäre nur noch erhöhen, wie uns Claude Debussys späte, unnachahmliche Triosonate mustergültig demonstriert. Geisterhaft scheint sich dieses Werk durch die gesamte Kompilation zu ziehen, auch wenn die beiden ersten Stücke entschieden früheren Datums und überdies nur als Bearbeitung hier eingereiht sind. 1879 bereits schrieb Gabriel Fauré (1845-1924), gern als einer der Wegbereiter des so genannten Impressionismus apostrophiert, seine Berçeuse op. 16 für Violine und Klavier, die aufgrund ihres großen Erfolgs in mannigfachen Arrangements bis hin zur Orchesterbegleitung erschien, ohne dass sie je anders als »authentisch« geklungen hätte. Umgekehrt handelt es sich bei der Sicilienne um die geschmackvolle Reduktion eines Orchesterstücks – aus der Musik nämlich, die Fauré 1898 zu Maurice Maeterlincks Pelléas et Mélisande lieferte und die im selben Jahr die Londoner Premiere des Schauspiels begleitete, wo die charmante Miniatur (deutlich unter Wert) zu einem Szenenwechsel gespielt wurde.

93.175 Beiheft-Text als pdf (47 KB)

nach oben