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Michael Gielen
dirigiert Brahms
1 CD | 74min | Nr. 93.136
CD 1: » Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
» Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

1883, sechs Jahre nach der Zweiten, komponierte Brahms seine Dritte Sinfonie, bei Gelegenheit eines Wiesbadener Sommeraufenthaltes, in der Hauptsache. Am 22. November dann ... der Komponist Richard Heuberger berichtet: »Abends sieben Uhr war ich durch Brahms und Ehrbar in den kleinen Klaviersalon Ehrbar geladen worden, wo Brahms einer Anzahl von Freunden und Bekannten seine neue Dritte Symphonie auf zwei Klavieren mit Ignaz Brüll vorführte. Unter anderen waren Hans Richter, Eduard Hanslick und Max Kalbeck anwesend. Fast zuletzt kam Brahms und sagte: ›Nun, jetzt wollen wir einmal ein Richterkonzert veranstalten.‹ Die kleine Aufführung war nämlich hauptsächlich deswegen veranstaltet worden, um Richter genauer mit dem Werk bekannt zu machen. Ich blätterte Brahms beim Spielen um, er spielte prachtvoll, kühn und brummte seiner Gewohnheit gemäß immer dabei mit. Es war dies kein eigentliches Singen, eher ein Grunzen. Er spielte aus dem Manuskript, das auf bläulichem, dickem Papier geschrieben war, die Noten ziemlich klein und schwer leserlich. Ich hatte mit dem Umwenden meine liebe Not. Auf Verlangen wurde das Werk noch einmal gespielt. In einer Pause sprach ich mit Hanslick. Aus seinen Äußerungen war zu entnehmen, daß ihm die Novität nicht besonders gefiel.«

93.136 Beiheft-Text als pdf (64 KB)

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