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Michael Gielen
dirigiert Brahms
1 CD | 57min | Nr. 93.135
CD 1: » Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
» Johannes Brahms: Haydn-Variationen B-Dur op. 56b für 2 Klaviere

Im Sommer 1877 zieht Brahms sich zur Erholung erstmalig nach Pörtschach am Wörthersee zurück – und komponiert den größten Teil seiner 2. Sinfonie; im Herbst vollendet er sie in Lichtental bei Baden-Baden. Clara Schumann bekommt am 3. Oktober 1877 bereits den ganzen ersten und einiges vom vierten Satz vorgespielt, worauf sie in ihr Tagebuch notiert, dass der erste sie »hoch entzückte«: »Ich finde ihn in der Erfindung bedeutender als den ersten Satz der ersten Symphonie«; über das Finale ist sie »ganz voller Freude«. Fazit, erleichtert fast: »Mit dieser Symphonie wird er auch beim Publikum durchschlagenderen Erfolg haben als mit der ersten, so sehr diese auch die Musiker hinreißt durch ihre Genialität und wunderbare Arbeit«. (Ins selbe Horn wird der bei den Proben dann anwesende – zumindest als Haydn- Forscher nicht in Vergessenheit geratene – Carl Ferdinand Pohl stoßen: »Es ist ein prachtvolles Werk, das Brahms der Welt schenkt und zudem so recht zugänglich. Jeder Satz ist Gold, und alle vier zusammen bilden in sich ein notwendiges Ganzes. Leben und Kraft sprudelt überall, dabei Gemütstiefe und Lieblichkeit. Das kann man nur auf dem Lande, mitten in der Natur komponieren.«).

93.135 Beiheft-Text als pdf (71 KB)

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