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Berlioz Hector »Grande messe des morts op. 5 (Requiem)«
2 CD/SACD | 1h 26min | Nr. 93.131
» Hector Berlioz: Grande messe des morts op. 5 (Requiem)
Pressestimmen:
A notable addition to Norrington`s discography.
BBC music magazine

Der Auftrag kam einem offiziellen Ritterschlag gleich. Nicht, wie allgemein erwartet, Luigi Cherubini, sondern Hector Berlioz wurde im März 1837 vom französischen Innenminister, Graf de Gasparin, kurz vor dem Ende von dessen Amtszeit beauftragt, ein Requiem für die Gedenkfeierlichkeiten für die Opfer der Juli- Revolution von 1830 zu schreiben. Doch der alte Fuchs mochte dem jungen Konkurrenten das Feld nicht kampflos überlassen. Über seinen Schüler Halévy beklagte sich Cherubini bei de Gasparins Nachfolger Bertin bitter über die Bevorzugung von Berlioz – und hatte damit insofern Erfolg, als von Seiten des »Herrn xx«, wie Berlioz den Direktor der Abteilung für Bildende Künste stets nannte, dem Projekt unvermittelt Stolpersteine in den Weg gelegt wurden. Erst ein letztes Machtwort des bereits ausgeschiedenen de Gasparin setzte das Projekt wieder in Gang.

Allerdings war nun der Juli-Termin nicht mehr zu halten. Da bot schließlich der Tod des Generals Damrémont bei der Einnahme der algerischen Stadt Constantine schließlich doch noch eine Gelegenheit, das Requiem bei den Obsequien für ihn und alle dort Gefallenen am 5. Dezember 1837 im Pariser Invalidendom anzusetzen.

93.131 Beiheft-Text als pdf (62 KB)

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