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Bartók Béla »Vier Orchesterstücke op. 12 Sz 51« | Bartók Béla »Konzert Nr. 1 op. posth. Sz 36 für Violine und Orchester« u.a.
1 CD | 79min | Nr. 93.127
CD 1: » Béla Bartók: Vier Orchesterstücke op. 12 Sz 51
» Béla Bartók: Konzert Nr. 1 op. posth. Sz 36 für Violine und Orchester
» Béla Bartók: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta Sz 106 BB 114
Pressestimmen:
This Hänssler Classic disc is indispensable for Four Pieces for Orchestra, realized as never before!
Fanfare

Die Vier Orchesterstücke op. 12 wurden 1912 komponiert, aber erst 1921 für Orchester ausgearbeitet. Uraufführung: am 9. Januar 1922 in Budapest, dirigiert von Bartóks Förderer Ernst von Dohnányi. Reaktion des Freundes und Kollegen Zoltán Kodály: Bartók nehme mit seinem op. 12 deutlich Bezug auf seine beiden Bühnenwerke, Herzog Blaubarts Burg und Der holzgeschnitzte Prinz. »Der Trauermarsch mag als tragisches Nachwort zur Blaubart-Oper, das Intermezzo als sein elegischer Widerhall gelten, Preludio und Scherzo beschwören dagegen das sonnige Reich des Prinzen herauf.« Wie aber erklärt sich die fast zehnjährige Pause zwischen Komposition und Fertigstellung?

Béla Bartók schildert in einer 1918 veröffentlichten autobiographischen Skizze, wie ihn bald nach der Jahrhundertwende »das erneute Studium von Liszt« seiner anfänglichen Richard Strauss-Begeisterung entfremdet und zur »Erforschung der bis dahin schlechtweg unbekannten ungarischen Bauernmusik« gebracht habe, mit der »Möglichkeit« am Horizont, sich »von der Alleinherrschaft des bisherigen Dur- und Mollsystems« vollständig zu emanzipieren. Die Musik, die er damals komponiert, habe »in Budapest selbstverständlich großen Widerspruch « hervorgerufen: weder ein »verständnisvoller Dirigent« noch ein »geeignetes Konzertorchester « wollten sich dafür finden. Folge schließlich, »gegen 1912«: Bartók zog sich vom »öffentlichen Musikleben« zurück. Nach fünf langen Jahren kam er dann doch noch, der kaum mehr erwartete »entschiedene Umschwung «: »Ich hatte das Glück, ein größeres Werk, das Tanzspiel Der holzgeschnitzte Prinz, durch die Fürsorge des Kapellmeisters Egisto Tango endlich musikalisch tadellos aufgeführt zu hören. Im Jahre 1918 brachte er mein älteres Bühnenwerk, den 1911 geschriebenen Einakter Herzog Blaubarts Burg, zur Uraufführung.« Leider aber sei »dieser günstigen Wendung« erst einmal »der politische und wirtschaftliche Zusammenbruch im Herbst 1918« gefolgt.

93.127 Beiheft-Text als pdf (67 KB)

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