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Mahler Gustav »Sinfonie Nr. 9 D-Dur« | Boulez Pierre »Rituel für Orchester (in memoriam Bruno Maderna, 1974/1975)« u.a.
2 CD | 2h 09min | Nr. 93.098
CD 1: » Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9 D-Dur
CD 2: » Pierre Boulez: Rituel für Orchester (in memoriam Bruno Maderna, 1974/1975)
» Pierre Boulez: Notations I-IV und VII für Klavier (1945)

»Ich habe wieder einmal die 9. Sinfonie Mahlers durchgespielt«, schreibt Alban Berg 1912 an seine Frau: »Der erste Satz ist das Allerherrlichste, was Mahler geschrieben hat. Es ist der Ausdruck einer unerhörten Liebe zu dieser Erde, die Sehnsucht, in Frieden auf ihr zu leben, sie, die Natur, noch auszugießen bis in ihre tiefsten Tiefen – bevor der Tod kommt. Denn er kommt unaufhaltsam. Dieser ganze Satz ist auf die Todesahnung gestellt. Immer wieder meldet sie sich. Alles irdische Verträumte gipfelt darin (daher die immer wie neue Aufwallungen ausbrechenden Steigerungen nach den zartesten Stellen) – am stärksten natürlich bei der ungeheuren Stelle, wo diese Todesahnung Gewissheit wird, wo mitten in die ›höchste Kraft‹ schmerzvollster Lebenslust ›mit höchster Gewalt‹ der Tod sich anmeldet – dazu das schauerliche Bratschen- und Geigensolo und diese ritterlichen Klänge: der Tod in der Rüstung. Dagegen gibt’s kein Auflehnen mehr. –«

93.098 Beiheft-Text als pdf (94 KB)

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